Erleben Sie einen Urlaub rund um die Müritz

Drachensegler auf der Müritz
Die Müritz leitet sich aus dem wendischen Stammwort “Morcze” ab, was soviel wie “kleines Meer” bedeutet. Die Müritz ist wohl eines der spannendsten Segelreviere in Europa. Nicht nur wegen seiner herrlichen naturräumlichen Ausstattung, sondern auch wegen seiner Anforderungen an das seglerische Können. Die große Wasserfläche sorgt für unterschiedliche, teilweise schnell wechselnde Windverhältnisse. Durch die verhältnismäßig geringe Tiefe (durchschnittlich 6 m) baut sich ab 4 Beaufort eine kurze, steile Welle auf. Im Sommer sollte man deshalb bei aufziehenden Wolkenwänden über dem Westufer zügig in einen Hafen bzw. in eine geschützte Bucht am Westufer laufen. Die Müritz ist jedenfalls kein Revier für Anfänger, die allein unterwegs sind. Wer jedoch eine solide seglerische Ausbildung hat, der wird hier viel Spaß haben. Große Teile des Ostufers sind zumal für Surfer besonders geeignet. Es geht hier kilometerlang in Hüfttiefe in den See hinaus und ist deshalb auch für Anfänger ideal.

Kraniche im Nebel
Besonders reizvoll ist natürlich die Natur an der Müritz. Wer schon einmal den See- oder Fischadler über sich kreisen gesehen hat, oder eine Kette von mehreren Hundert Kranichen mit ihrem Trompeten erlebt hat, der vergisst das nicht so schnell! Im Herbst hört man die Brunftschreie des Rotwildes vom Ostufer weit über den See schallen. Nur 0,00025 Prozent der Erdoberfläche mache Mecklenburg-Vorpommern aus, doch das deutsche Bundesland beherberge u. a. ganze 5,6 Prozent des weltweiten Greifvögel-Bestandes. Im seit 1930 unter Naturschutz stehenden Grossen Schwerin kann man neben See-, Fisch- und Schreiadlern auch Kraniche und Gänse beobachten. Um die 7000 heimische Graugans-Paare hielten sich jeweils von Juli bis September auf der geschützten Halbinsel auf. Ziehen die Tiere im Herbst an den Niederrhein oder nach Spanien, lassen sich Blass- und Saatgänse aus Skandinavien oder Sibirien an der Müritz nieder – ein fliegender Wechsel im wahrsten Sinne.

breitblättriges Knabenkraut
Das Naturschutzgebiet “Großer Schwerin” ragt als Halbinsel in den See hinein und ist als Brutplatz für viele seltene Vogelarten von europäischer Bedeutung. Wer bei der Ansteuerung von Röbel am “Großen Schwerin” vorbeiläuft und in den Uferbereichen blaßrote oder lilafarbene Stellen ausmacht, so sind das bis zu 30 000 Orchideen, die hier jeden Juni blühen und damit das größte Vorkommen ihrer Art in Deutschland darstellen.

Gutshaus Ludorf im Herbst
Überhaupt ist es der reizvolle Gegensatz zwischen dem nahezu komplett unbebauten Ostufer als Teil des Müritz Nationalparks und dem landwirtschaftlich genutzten Kulturraum Westufer, der das Revier so abwechslungsreich macht. So lockt das Westufer mit seinen kleinen Ackerbürgerstädtchen wie Röbel und seinen Gutsdörfern wie Ludorf und deren jahrhunderte alten Feld- und Backsteinkirchen und Herrenhäusern. Am Nordende wartet dann die quirlige Metropole Waren mit vielen Freizeitangeboten auf den Wassertouristen.








